Einfach wohnen

Wenn die Rente nicht mehr reicht, um die Miete zu bezahlen

Altersarmut

Armutsgefährdung

Es ist eine langsam, aber stetig zunehmende Altersarmut zu beobachten. Immer mehr Menschen können schon heute nicht von ihrer Rente leben. Die Suche nach bezahlbaren Wohnungen bleibt oft ergebnislos. Die Bertelsmann-Stiftung bestätigte 2015 in einer gemeinsamen Studie mit der Ruhr-Universität Bochum den Trend einer stetig wachsenden Armutsgefährdung: Als besonders betroffen gelten demnach nach wie vor Alleinerziehende, Alleinstehende, ältere Frauen, Migranten und Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen. (ZEIT online 03.06.2016 – www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/altersarmut-deutschland-politik-medien-armut-panik)

Altersarmut

Nach den Zahlen des Schuldneratlas 2016, auf den sich auch die Bundesregierung in ihrem „Armuts- und Reichtumsbericht“ unter anderem bezieht, leben in Deutschland 4,17 Millionen Menschen, die dauerhaft überschuldet sind. Arbeitslosigkeit, Trennung, Krankheit sind die häufigsten Gründe für private Überschuldung. Aber auch wer arbeitet, kann in die Überschuldung rutschen. Immer häufiger ist Einkommensarmut der Grund dafür, dass Menschen ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. (Hamburger Abendblatt 27.12.2016 – www.abendblatt.de/politik/article208977049/DeutscheinderSchuldenfalle.html)

Grundsicherung

In und um Hamburg sind fast 20 % aller älteren Menschen armutsgefährdet. Wer heute ein Bruttoeinkommen von ca. 3.000 Euro monatlich erhält, hat später eine Rente von weniger als 1.200 Euro monatlich zu erwarten – und viele Menschen verdienen deutlich weniger! Die häufigsten Ursachen für die Altersarmut sind – besonders bei Frauen – niedrige Einkommen, z. B. durch Teilzeit-Tätigkeiten oder Mini-Jobs, Familienarbeit, Kindererziehung und häusliche Pflege, sowie die staatlichen Leistungskürzungen in der Rentenversicherung. Die Folge ist oftmals eine Armut ohne Ausweg: Isolation und Einsamkeit und das Angewiesen sein auf Unterstützung durch Kinder oder Enkel.


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